Die Leber ist eine absolute „Multitaskingfrau“

Mit ihren ca. 1,5 kg bewältigt die Leber tagtäglich und auch nachts unendlich viele Aufgaben.

Sie ist die Architektin von Eiweißen, Hüterin von Eisen, Managerin des Blutzuckerspiegels, Verwerterin von Hormonen, Produzentin der Galle zur Fettverdauung und von Bluteiweißen, hochspezialisierte Reinigungskraft des Blutes und eine phantastische Toxikologin.

Sie bekommt ständig Nachschub aus allen Nachbarorganen (Magen, Dünndarm, Dickdarm, Milz Bauchspeicheldrüse), der über die Haupttransitstrecke die „Pfortader“ angeliefert wird. Sie gibt ihre „Produkte“ in die Vene, die zum Herzen führt nach höchsten Qualitätsstandards oder zu Ihrer „Schwester“ die Gallenblase ab. Diese speichert den wertvollen Schatz – den Gallensaft.

Gleichzeitig unterliegt die Leber einem ständigem Pumpmechanismus, der durch die Atembewegung ausgelöst wird. Warum? Weil sie an dem Zwerchfell – dem Hauptatemmuskel wie an einer Wäscheleine aufgehängt ist. Bei 25.000 Atembewegung pro Tag, wird sie beim Einatmen ausgequetscht und während des Ausatmens wird sie wie ein Schwamm wieder mit Blut aufgefüllt.

Bei all den Aufgaben braucht sie die besondere Fähigkeit der Flexibilität, da sich Druckverhältnisse ständig ändern. Sie ist damit schon eine „agile Mitarbeiterin“ unter den Organen.

 

Doch manchmal wir es ihr zu bunt:

Manchmal ist die „Superwoman“ der Organe echt genervt und sauer.

Wütend wird sie nämlich, wenn ihr alles zu viel wird oder sie nur „Mist“ von Ihren Nachbarorganen zugeschickt bekommt wie den Abfall von Süßigkeiten, Softdrinks mit viel Farb- und Aromastoffen, viel Fettes (Fleisch, Wurst, Käse Frittiertes) und dann noch obendrauf das ein oder andere Glas Alkohol.

Dieser Mix macht ihr zu schaffen ohne Pause.

Fehlt ihr dann noch Bewegung würde sie am liebsten „an die Luft gehen“. Das wäre allerdings tatsächlich eine optimale Behandlung. Bewegung mit Atemübungen an frischer statt abgestandener Büroluft ist ein super Heilmittel für eine überforderte Leber. Also ein Spaziergang in der Mittagspause vielleicht mit einem Gesprächsaustausch „frei von der Leber weg“ kann sie liebe Leser tatsächlich wieder „runterholen“.

 

Fehlende Wertschätzung führt zu Frust und Depression

Wird die Arbeit der Leber unzureichend oder gar nicht geschätzt, reagiert sie meist frustriert oder sogar deprimiert darauf. Genauso fühlen sich Mitarbeiter oder Familienmitglieder, wenn Ihnen nicht hin und wieder mal gedankt wird, für Ihre Tätigkeiten oder Ihre Präsenz.

Irgendwann kommt der Moment, in dem auch die „Laus, die über die Leber hinwegläuft“ keine Reaktion mehr auslöst und sich Trost in Wein oder anderen Drogen sucht.

Ab diesem Moment arbeitet sie nicht mehr (gern), hat „innerlich gekündigt“ und beginnt den Stoffwechsel zu blockieren- mal mit kleinen oder großen Steinen.

Manchmal wählt sie statt die „Herunterschluck -Methode die „Spuck- Methode mit „Gift und Galle“ und macht so Ihrer Drüsenfunktion alle Ehre und versucht sich gehör zu verschaffen.

Es gibt auch Situationen in denen die Leber ängstlich ist und ihre Wut nach außen nicht sich zeigen traut. Sie hat in früher Kindheit gelernt, dass „Wut“ ein „schlechtes“ Gefühl ist. Dabei könnte Wut vieles verändern. Die Wutkraft kombiniert mit der Aktivität des rechten Armes/Schulter könnte so manches vom Tisch „fegen“ oder durch lautes auf den Tisch klopfen auf sich aufmerksam machen.

 

Halten Sie sich zurück?

Oder haben Sie es schon mal gehört „Halt Dich zurück“?

Ja oder Nein ist hier die Frage? Ja und Nein ist die Antwort.

Ja wir halten uns manchmal zurück, holen nicht mit der „Faust“ aus, weil wir uns selbst vor Ablehnung anderer schützen oder niemand anderes verletzen oder Gegenstände bewahren wollen.

Nein, wir sollten uns nicht zurückhalten und gleichzeitig nach einem anderen Umgang, der nicht verletzend ist suchen und unserem Ärger Luft machen. Warum? Weil das Gefühl „Wut“ eine wichtige Signalfunktion hat. Statt es zu verdrängen, ignorieren oder uns von ihm abzulenken, wäre es sinnvoller die darin liegende Botschaft nach Veränderung wertzuschätzen und dies nach außen zu kommunizieren.

Zu den angenehmen Gefühlen der Leber gehört die Geduld und wenn sie im Flow ist, ist sie DAS Organ für Kreativität, um neue Lösungen zu finden, statt sich über nicht Funktionierende aufzuregen.

Und noch ein Wichtiges zu der og. Wertschätzung und Dankbarkeit?:

Könnte Sie sich auch selbst wertschätzen? 

– für all ihre Arbeit, die sie tagtäglich leistet. Mit einem Leberwickel,  ein bisschen Pflege in Form von Rohkost und  einer großen Portion Selbst -Mitgefühl.

Dann wäre sie frei und unabhängig. Kommen von aussen Dank und Wertschätzung dazu, so sind sie ihre zusätzlichen Glückselixiere.

In der Osteopathie werden funktionelle Beschwerden behandelt. Dazu können Müdigkeit, depressive Verstimmung, Verdauungs- oder Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, BWS oder Rippen Blockaden, hormonelle Beschwerden wie das Prämenstruelles Syndrom (PMS) oder Wechseljahrsbeschwerden gehören.  Und in diesem Fall wird die Leber mit all ihren Verbindungen berücksichtigt.

In meinen Coachings unterstütze ich Sie neue Wege mit Ärger zu finden.

 

Also los geht es:

  • Buchen Sie sich einen Coaching oder Osteopathie Termin (online oder telefonisch), um den Brustkorb, das Zwerchfell und Ihre Leber frei zu machen
  • Trinken Sie selbstgemachte Gemüsesäfte z.B. aus Rote Beete, Karotten und Äpfeln oder Leber/Gallentees und viel Wasser
  • Nutzen Sie die Kraft phytotherapeutischer Produkte z.B. mit Bitterstoffen wie z.B. Löwenzahn, Artischocken Mariendistel, um nur einige zu nennen.

Das Frühjahr ist die perfekte Fasten- und Entgiftungszeit.