Was löst dieses Wort in Ihnen aus? Mögen Sie es oder lehnen Sie es eher ab?

Gehören Sie zu den Menschen,

  • denen es schwer fällt eine Bitte auszusprechen?
  • oder eine Bitte abzulehnen -also „Nein“ zu sagen?

 

  • Bitten Sie sich immer selbst, weil Sie niemanden etwas Schulden wollen und unabhängig sein wollen?
  • Oder bitten Sie ständig jemanden um etwas, anstatt es selbst einmal zu versuchen?
  • Wie ist Ihre Einstellung grundsätzlich zu Bitten?
  • Was taucht in Ihnen auf, wenn Sie vom Gegenüber ein NEIN hören?

In der Gewaltfreien Kommunikation wollen wir, dass Menschen etwas freiwillig und aus vollem Herzen geben. Es besteht keine Erwartung an den anderen oder Zwang zur Pflichterfüllung. Die Entscheidungsfreiheit des Anderen wird respektiert. Kann ein „Nein“ nicht gehört werden, hatte der andere nicht wirklich die Wahl und wir haben eine Forderung ausgesprochen. Menschen reagieren darauf eher distanziert.

Was wir allerdings tun, ist Bitten auszusprechen statt zu erwarten, dass der Andere uns unseren Wunsch von den Augen abliest. Wir setzen uns für unsere Bedürfnisse ein und machen Sie transparent. Und wir haben die innere Haltung, wenn eine Person uns unsere Bitte nicht erfüllen kann oder will, bleiben wir unserem Bedürfnis treu. Wir fragen nach oder fragen eine andere Person – nicht zu vergessen auch uns selbst. Wir machen uns bewusst, dass es immer mehr als eine Lösung des Problems gibt.

Marshall Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation sagte einmal:

“Wenn Dir nur eine Lösung des Problems einfällt, dann hast Du es noch nicht verstanden.“

Damit meint er sich immer wieder den Unterschied zwischen Strategie und Bedürfnis bewusst zu machen. Ich will es einam an einem Beispiel erklären:

Mein Bedürfnis nach Nahrung (Existenzsicherung) kann ich durch eine aufgetaute Suppe zu Hause, einen Salat aus dem Schnellrestaurant, ein Cordon Bleu bei der Oma oder ein Eis aus unserem Lieblings Café erfüllen.

Ich habe also viele verschiedene Strategien zur Erfüllung meines Bedürfnisses nach Nahrung.  

Bedürfnisse sind abstrakt und unabhängig von Menschen, Ort und Zeit, während Strategien konkret und messbar sind  und positiv formuliert werden.

Wenn Sie Konflikte reduzieren wollen, dann können Sie sich die letzten zwei Sätze merken. Das ist meine Bitte an Sie. Ob Sie es tun, überlasse ich Ihnen.Und damit habe ich keine Forderung ausgesprochen, dennoch mein Bedürfnis einen Beitrag zu leisten für ein respektvolles Miteinander transparent gemacht.

Mehr dazu erfahren Sie in meinen Erlebnisabenden oder im Grundlagenseminar „Wertschätzende Kommunikation“.  Es reicht nicht aus manches zu wissen -es braucht das Tun, Üben und Praktizieren. Sie sind herzlich willkommen.